Kein Geld für den Ausflug? Keine warme Jacke für den Winter? Schon wieder kein Frühstück dabei? Wie gehen wir als ErzieherInnen damit um, dass wir bei immer mehr Kindern Benachteiligungen - nicht nur in materieller Hinsicht - feststellen müssen? Wir leben doch in einem reichen Land, wie passt das damit zusammen, dass es heute tatsächlich immer mehr Kinder gibt, die von Armut betroffen sind?
Die Folgen von Armut äußern sich in zahlreichen Einschränkungen für die Kinder - nicht zuletzt in mangelnder Teilhabe an Bildung. Eine wichtige Aufgabe von Kindertagesstätten ist es, alle Kinder - unabhängig von ihrer Herkunft - möglichst gezielt und individuell zu fördern und damit deren Entwicklungs- und Bildungschancen zu verbessern.
Wir wollen an diesem Tag über unsere eigenen Klischeevorstellungen über „Arme“ und „Reiche“ nachdenken und darüber, was es für einen Jungen oder ein Mädchen bedeutet, aus einer „armen“ oder „reichen“ Familie zu kommen. Unser Ziel soll es sein, uns unserer eigenen Haltung bezüglich der sozialen Herkunft eines Kindes bewusst zu werden. Wir wollen versuchen, einen Umgang mit diesen sozialen Unterschieden zu finden, der alle Kinder und deren Familien gleichermaßen - durch unterschiedliche Maßnahmen - in ihrer Kompetenz stärken kann.
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